Nährwerte

Nährwerte: Was im Shiitake steckt

Wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und eine Mineralstoffquelle, an die kaum jemand denkt: Kupfer.

Frische Shiitake bestehen zu rund 90 % aus Wasser. Beim Trocknen verdampft es, alle anderen Stoffe bleiben zurück – deshalb sind die Werte pro 100 g getrocknete Pilze etwa sieben- bis zehnmal so hoch. Eine typische Portion getrockneter Shiitake wiegt aber nur 10 bis 15 g. Die Tabelle zeigt beide Formen.

Gerundete Richtwerte nach USDA FoodData Central (SR Legacy). % NRV = Anteil am Nährstoffbezugswert für Erwachsene laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung; Ballaststoffe bezogen auf den DGE-Richtwert von 30 g.
Pro 100 gfrisch% NRVgetrocknet% NRV
Energie34 kcal–296 kcal–
Eiweiß2,2 g–9,6 g–
Fett0,5 g–1 g–
Kohlenhydrate (inkl. Ballaststoffe)6,8 g–75,4 g–
Ballaststoffe2,5 g8 %11,5 g38 %
Kalium304 mg15 %1.534 mg77 %
Phosphor112 mg16 %294 mg42 %
Kupfer0,14 mg14 %5,2 mg520 %
Zink1 mg10 %7,7 mg77 %
Selen5,7 µg10 %46 µg84 %
Niacin (B3)3,9 mg24 %14,1 mg88 %
Pantothensäure (B5)1,5 mg25 %21,9 mg365 %
Riboflavin (B2)0,22 mg16 %1,3 mg91 %
Vitamin B60,29 mg21 %0,97 mg69 %
Folat13 µg7 %163 µg82 %
Vitamin D0,4 µg8 %3,9 µg78 %

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Die Stärken im Einzelnen

Kupfer

Kupfer braucht der Körper für die Blutbildung, das Bindegewebe und das Immunsystem. Schon 10 g getrocknete Shiitake decken rund die Hälfte des Tagesbedarfs. Kaum ein anderes pflanzliches Lebensmittel ist so kupferreich.

B-Vitamine

Shiitake liefern vor allem Pantothensäure (B5), Niacin (B3) und Riboflavin (B2), die im Energiestoffwechsel arbeiten. Vitamin B12 enthalten sie dagegen nicht in nennenswerter Menge – für Veganerinnen und Veganer sind Pilze kein B12-Ersatz.

Ballaststoffe

Ein großer Teil der Kohlenhydrate sind Ballaststoffe, vor allem Beta-Glucane und Chitin aus der Zellwand. Sie sättigen, ernähren die Darmbakterien und lassen den Blutzucker kaum steigen.

Eiweiß

Mit rund 2 g pro 100 g sind frische Shiitake keine Eiweißbombe. Ihr Wert als Fleischersatz liegt eher im Geschmack: Der hohe Umami-Gehalt und die feste Textur geben Gerichten Tiefe.

Ergothionein

Pilze sind die reichste Nahrungsquelle für das Antioxidans Ergothionein, das unser Körper nicht selbst bilden kann. Shiitake gehören dabei zu den ergiebigeren Sorten.[1] Das Molekül ist hitzestabil und übersteht das Kochen gut.

Vitamin D

Unbelichtete Zuchtpilze enthalten kaum Vitamin D. Unter UV-Licht – auch Sonnenlicht – bilden sie jedoch Vitamin D₂ aus Ergosterol, mitunter genug, um mit einer Portion den Tagesbedarf zu decken.[2] Getrocknete Shiitake, die in der Sonne getrocknet wurden, enthalten mehr als maschinell getrocknete. Wie Sie selbst nachhelfen können, steht unterGesundheit.

Kalium, Purine und Natrium

  • Kalium: Shiitake sind kaliumreich. Gut für den Blutdruck – wer jedoch wegen einer Nierenerkrankung Kalium einschränken muss, sollte große Mengen getrockneter Pilze meiden.
  • Purine: Pilze enthalten mäßig viel Purine. Bei Gicht sind normale Portionen frischer Pilze in Ordnung, große Mengen getrockneter nicht.
  • Natrium: von Natur aus fast salzfrei – erst Sojasauce und Brühe bringen das Salz.

Quellen

  1. Kalaras MD, Richie JP, Calcagnotto A, Beelman RB. Mushrooms: A rich source of the antioxidants ergothioneine and glutathione. Food Chem. 2017;233:429–433. doi:10.1016/j.foodchem.2017.04.109 · PubMed
  2. Cardwell G, Bornman JF, James AP, Black LJ. A Review of Mushrooms as a Potential Source of Dietary Vitamin D. Nutrients. 2018;10(10):1498. doi:10.3390/nu10101498 · PubMed